ÜBER

Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht ganz sicher.

Aber was ich weiß, ist, dass ich in einer Welt, die sich immer schneller dreht, digitalisiert, summt, manchmal meine Gedanken durcheinanderbringt, Dinge erschaffen muss. Mit meinen Händen. Mit meinem Herzen. Mit meinem Kopf.

Vor etwa 15 Jahren hatte ich eine kleine Ausstellung in Göteborg. Nichts Großartiges, nichts Besonderes, aber ich war in einem kreativen Fluss, malte, zeichnete, schuf. Und diese Zeit vermisse ich zutiefst.

Seitdem hat sich mein Leben wunderbar gefüllt mit Arbeit, Familie, Kindern, all dem, was wirklich zählt. Doch irgendwann sind Kunst und Kreativität leise in den Hintergrund gerückt.

Für mich war das eine Art stiller Kummer.

Es ist leicht, ein Fußballspiel im Familienkalender zu rechtfertigen. Es ist ein Termin. Leute verlassen sich auf dich. Aber Kreativität bekommt selten das gleiche Gewicht. Man kann Inspiration nicht einfach um 19 Uhr buchen und ein Meisterwerk erwarten, besonders wenn jeder dich gleichzeitig braucht.

In letzter Zeit hat es mich jedoch eingeholt. Diese Sehnsucht. Das Bedürfnis, mich auszudrücken, etwas zu tun, das meins ist. Also habe ich wieder angefangen. Schreiben. Zeichnen. Malen. Schals stricken, die nie fertig werden.

Schaffen.

Meine kleine Blase, die mich erdet, wiederbelebt und mich zu einer besseren Version meiner selbst in der Außenwelt macht. Der Kreis scheint sich langsam zu schließen. Das frühere Ich findet seinen Weg zurück.

Ich habe keinen wirklichen Plan oder eine größere Absicht mit meiner Kunst. Ich weiß nur, dass ich sie am Leben erhalten muss, weil sie auch mich am Leben erhält.

Wenn das, was ich erschaffe, bei jemandem ankommt, eine Tür öffnet, einen Gedanken entfacht oder jemandem etwas fühlen lässt, ist das ein Geschenk.

Im Moment bin ich einfach hier.